http://www.agrarbericht-2020.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/agrarimport.html

Agrarimport

Der Agrarimport erhöhte sich insgesamt um 1,2 % und stieg beim Wert für Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs (+3,4 %) gefolgt von Nahrungsmittel tierischen Ursprungs um +3,0 %. Bei lebenden Tieren und Genussmitteln war die Entwicklung negativ (–15,1 % und –11,5 %). Der Anteil des Agrarimports an der Gesamteinfuhr Bayerns 2019 betrug 5,3 %. Der Importanteil an Agrar- und Ernährungsgütern aus der EU-28 machte im selben Jahr knapp 86 % bzw. 8,45 Mrd. € aus.

Agrareinfuhr Bayerns nach Warengruppen (in 1.000 €)

Warengruppe 201720182019 (vorl.) Veränderung 2019 gegenüber 2018Veränderung 2019 gegenüber 2018 (%)
Lebende Tiere 66.77270.04259.495–10.547–15,1
Nahrungsmittel tierischen Ursprungs 3.000.1032.970.8733.059.06688.1933,0
Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs 5.631.9235.529.9745.718.157188.1833,4
Genussmittel 1.303.9851.319.0001.167.241–151.759–11,5
Ernährungswirtschaft insgesamt 10.002.7839.889.88910.003.959114.0701,2
dar. EU-28 8.558.5508.452.6408.439.444–13.196–0,2
      MOE-Länder 149.040148.393188.85540.46227,3
      Übrige Länder 1.295.1931.288.8561.375.66086.8046,7

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Ländern

Knapp ein Sechstel aller Agrarimporte (1,59 Mrd. €) stammen aus Österreich, Italien mit 15,7 % und die Niederlande mit 13,8 % sind die nächstwichtigsten Importländer. Von den später hinzugekommenen EU-Mitgliedstaaten haben Polen und Tschechien beim Import nach Bayern die größte Bedeutung. Als Nicht-EU-Land erzielte die Türkei mit rd. 224 Mio. € den höchsten Einfuhrwert und liegt damit noch vor der Schweiz, den USA und Brasilien.

Über 75 % der gesamten Agrareinfuhr kommt aus den zehn Hauptlieferländern. Der höchste Einfuhrüberschuss besteht im Agrarhandel mit den Niederlanden (662 Mio. €), gefolgt von Polen (407 Mio. €), Österreich (303 Mio. €) und der Türkei (178 Mio. €).

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach ausgewählten Ländern (Einfuhr in Mio. €)

Lieferländer198019902000201020142018
Güter der Agrar- und Ernährungswirtschaft insgesamt1.887,53.001,84.366,07.095,68.329,19.889,9
Österreich48,983,9399,81.089,61.372,11.594,0
Italien416,7697,1959,81.306,91.494,61.556,7
Niederlande374,1610,7597,41.019,31.198,11.364,2
Frankreich196,2343,0551,9686,8768,6675,8
Belgien/Luxemburg50,0101,8203,3291,0375,4424,8
Spanien55,088,1192,7406,3434,4392,2
Türkei19,946,652,6123,2192,6223,9
Schweiz29,044,772,2128,4212,7204,1
Vereinigtes Königreich31,653,8104,2104,8101,0177,8
Griechenland93,5210,9132,5151,2129,3151,8
Dänemark26,658,4131,496,7108,2114,5
USA87,581,179,278,573,2111,9
Irland3,77,0103,4106,749,877,4
Brasilien18,332,047,576,170,452,4
Schweden2,22,16,118,328,025,7
Portugal3,82,519,915,912,122,6
Finnland1,20,31,92,92,74,1

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Hauptlieferländern
(2018: 9,89 Mrd. €) – Schaubild 29 in höherer Auflösung

 

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Warengruppen

Die bedeutendsten bayerischen Agrareinfuhrerzeugnisse waren 2018 Käse, Frischobst und Südfrüchte, Fleisch und Fleischwaren, sonstige pflanzliche Nahrungsmittel, Milch sowie Gemüse. Die genannten Warenuntergruppen erreichten einen Anteil von fast der Hälfte der gesamten Agrareinfuhr.

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach wichtigen Agrarerzeugnissen
(2018: 9,89 Mrd. €) – Schaubild 30 in höherer Auflösung